Seite 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 Buchtips

Prämisse der Ganzheit

Der Mensch wird in der Homöopathie als Einheit, als Ganzheit bzw. in seiner Ganzheit betrachtet. Diese Ganzheit des Menschen besteht als offenes System, welches mit der Außenwelt kommuniziert und daher auch nicht in sich abgeschlossen ist. Somit stehen der Mensch in seiner Ganzheit und die Außenwelt in wechselseitiger Beziehung zueinander. Die Außenwelt wirkt auf die ,,Ganzheit Mensch", und die ,,Ganzheit Mensch" wirkt auf die Außenwelt.

Die Bewegung, die sich innerhalb dieser Ganzheit vollzieht, ist eine individuelle Bewegung, gemäß der dem jeweiligen Menschen mit seiner ihm eigenen Persönlichkeit innewohnenden Dynamik; - stetig in Entwicklung begriffen, fortschreitend in ihrem Wachstum.

Ein weiteres Kennzeichen der Ganzheit ist die Begrenztheit des physischen Daseins, das mit der Zeugung beginnt und mit dem Tod endet. Innerhalb dieser Zeitspanne erlebt jedes Lebewesen seine ihm eigene und völlig einmalige Geschichte. Jedes einzelne Lebewesen ist untrennbar mit dem ihm eigenen Körper, ihm eigenen Gemüt, den ihm eigenen Gedanken sowie seiner ihm eigenen individuellen geschichtlichen Entwicklung verbunden.

Der Mensch ist unteilbar von seinen Freuden und Leiden. Jede Therapie, die Leiden wirklich behandelt, behandelt daher gleichzeitig den ganzen Menschen, das ganze Lebewesen, denn seine Leiden sind untrennbar von einem Lebewesen.

Es gibt keine Möglichkeit, Krankheit mit dem chirurgischen Messer, mit dem vergiftenden - gegen einzelne Symptome gerichteten Arzneimittel (z.B. Chemotherapie bei Krebs) - oder durch irgendeine sonstige Therapie von einem Menschen abzutrennen. Ganzheit lässt sich nicht teilen, und der Mensch nicht heilen, indem man sich Teilaspekten von ihm widmet und diese zu behandeln versucht!

Heilung kann nur das Ziel haben, der Ganzheit eine neue Dynamik zu einer höheren Ordnung zu geben, und somit ein ,,gesünderes Dasein" auf körperlicher, gemütlicher und geistiger Ebene zu bewirken.

Allein das Wort heil weist schon darauf hin, dass der Mensch von jeher die Ganzheit oder das Heilsein als eine unabdingbare Notwendigkeit empfunden hat, damit das Leben lebenswert ist.

In dem nachfolgenden Fall können Sie gut erkennen, wie analytisches, sogenanntes ,,wissenschaftliches" Denken zu der Illusion verleitet, die Rea1ität

1