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   Acht Wochen nach der Erstkonsultation
(eine Gabe Cimicifuga M):

- Sie ist völlig schmerzfrei.

- Die vielen kleinen Lymphknoten an der rechten Haisseite sind spontan abgeschwollen.
- Ihr Allgemeinbefinden ist gut.

Zehn Wochen nach der Erstkonsultation
(eine Gabe Cimicifuga M):

- Sie weint viel, grübelt viel nach über alles, was hinter ihr liegt: ,,Der Zirkus mit der
   Schilddrüsenoperation; die entsetzlichen Schwangerschaften."
- Sie hat jetzt plötzlich ,,Angstwellen", die innerlich vom Bauch nach oben verlaufen, mit
   einer Beklemmung, die im Magen sitzt. Diese Beschwerde kommt einige Male am
   Tag.
-  Sie muss dann aufstehen und umherlaufen. Sie weiß nicht mehr weiter.

- Sie hat schon als Kind starke Angste gehabt. Sie konnte nie in dunklen Räumen
   schlafen und es musste immer jemand mit in ihrem Bett schlafen. Als sie achtzehn,
   neunzehn Jahre alt war, lief sie durchs Haus und knipste das Licht an und aus, wenn
   sie alleine war, danach legte sie sich ins Bett und zog die Decke über den Kopf.
- Das Telefonklingeln löst wieder panische Angst aus.
- Auch ist die Angst um ihren Sohn wieder da. Kommt ihr Sohn nicht zur angegebenen
   Zeit nach Haus, dann läuft sie los und sucht ihn wie eine ,,Irre". Sie verfällt dann in den
   hartnäckigen Gedanken: ,,Mein Kind ist weg."
- Sie ist völlig ohne körperliche Beschwerden.

Anmerkung

Hier sehen Sie einen heftigen Rückfall, und zwar nur die psychischen Beschwerden betreffend. Die Patientin erinnert sich plötzlich an ihren Leidensweg und holt somit ihre seit der Kindheit bestehenden Angste in den Vordergrund.
Diese Erinnerungen und die Trauer über ihre Kindheit, Schwangerschaft, Schilddrüsenoperation sind Reize, die die chronische Verstimmung der instinktiven Lebenskraft aktivieren.

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