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NEUE WESTFÄLISCHE NR. 52, SAMSTAG/SONNTAG, 2. / 3. MÄRZ 2002

Einer gegen den "Impf-Fanatismus"
INTERVIEW: Der Bielefelder Homöopath Friedel Kroschewski-König kritisiert die Schulmedizin

· Bielefeld. Ein Münchner Buchverlag wirbt in Briefen an Eltern für die kritische Auseinandersetzung mit Impfungen - und sofort reagieren die Ärzte. Die Schulmediziner befürchten ,,unvorhersehbare Schäden" aufgrund der Anti-Impfbriefe. Deren Verfasser jedoch warnen vor den ,,Angriffen auf das Immunsystem" durch Impfungen. NW-Redakteur Ansgar Mönter fragte den Impfkritiker Friedel Kroschewski-König aus Bielefeld zu diesem Thema.

Herr Kroschewski -König, Sie raten Eltern davon ab, Kinder zu impfen?

KROSCHEWSKI-KONIG: Ich rate dazu, mit dem Arzt zu sprechen. Jede Impfung hat Risikofaktoren und der Arzt hat eine Aufklärungspflicht. Weiter 
rate ich dazu, vom Arzt eine ,,Impferklärung" unterschreiben zu lassen, da im Falle eines Impfschadens der Geschädigte die Beweislast hat. 
(In der empfohlenen Impfbescheinigung unterschreibt der Arzt eine Erklärung, dass zum Zeitpunkt der Impfung der zu Impfende gesund war und dass der verabreichte Stoff ,,völlig ungefährlich" für Gesundheit und Leben ist; Anmerkung der Redaktion)

Wollen Sie damit sagen, dass Impfungen krank machen können?

KROSCHEWSKI-KÖNIG: 
Ja, jeder Impfstoff kann eine pathologische Wirkung haben.

Können Sie einige Krankheiten aufzählen, die in Folge von Impfungen 
auftreten können?
KROSCHEWSKI-KÖNIG: Am häufigsten sehe ich eine vermehrte Neigung zu Erkältungskrankheiten wie Rhinitis, Bronchitis und Otitis als Folgebeschwerde. Aber es kann auch zu einer Verschlechterung einer schon bestehenden chronischen Krankheit kommen, zum Beispiel Neurodermitis, Asthma oder Arthritis. Die übelsten Reaktionen auf Impfungen sind Krampfanfälle, Lähmungen und Gehirnschäden. Glücklicherweise treten diese durch Impfungen möglichen Krankheiten nur selten auf.

Gibt es für diese von Ihnen geschilderten Fälle Beweise?

KROSCHEWSKI-KÖNIG: 
Ja, es gibt mittlerweile viele gerichtlich anerkannte Impfschäden. Natürlich ist die Beweisführung

 

zur Anerkennung eines Impfschadens langwierig, schwierig und kompliziert. Deshalb rate ich jedem, der sich oder sein Kind impfen lassen will, vom Arzt die erwähnte Impferklärung unterschreiben zu lassen.

Was macht einen Impfstoff so gefährlich? Es ist doch nur ein abgeschwächter Krankheitserreger.
KROSCHEWSKI-KÖNIG:
Wenn es so wäre, gäbe es bestimmt weniger Impffolge-Erkrankungen. Die in den Laboren gezüchteten Erreger haben oft nicht viel gemein mit den ,,Wilderregern" aus der Natur. Zudem haben sie im Impfstoff noch Partikel des Trägermediums, Konservierungsstoffe und Lösungsmittel.
Was sind denn Trägermedien?
KROSCHEWSKI-KÖNIG:
Hühnereiweiß, Krebszellen und Tiere. So wird beispielsweise der Polio-sabin-Stoff in Affen vermehrt. Die Affennieren sind dann die Basis für den Impfstoff. So hat vor einigen Jahren ein Journalist aufgedeckt, dass der Aids-Erreger möglicherweise über diesen Weg verbreitet wurde, da die Affen, in denen der Polio-sabin-Impffstoff gezüchtet wird, auch Wirt für den Aids-Virus sind - ohne daran zu erkranken. Bis heute sind sich die Immunologen nicht einig über dieses Problem.

Ärzte sagen, dass erst durch die flächendeckenden Impfungen viele Krankheiten praktisch ausgerottet worden seien. Das deckt sich nicht mit Ihren Erkenntnissen.
KROSCHEWSKI-KÖNIG: 
Es ist anzuzweifeln, dass der Rückgang der Infektionskrankheiten ein Impferfolg ist. Vielmehr waren und sind Hygiene, gute und ausreichende Ernährung, hoher sozialer Standard - Wohnung, Kleidung, sanitäre Anlagen, Kanalisation - für den Rückgang von Infektionskrankheiten hauptverantwortlich. Sie können diese Informationen in der Literatur sowie aus den einschlägigen Untersuchungen des Statistischen Bundesamtes erhalten. Auch wird kein aufgeklärter Wissenschaftler heute noch behaupten, dass bei einem geimpften Menschen die Krankheit, gegen die er geimpft worden ist, nicht mehr auftreten kann. Auch ist bis heute kein wissenschaftlicher Doppelversuch mit Impfstoffen bekannt.

 

Wie erklären Sie sich dann, dass die Schulmedizin so vehement für das Impfen plädiert? Die Mediziner sind doch in der Regel kluge Köpfe?
KROSCHEWSKI-KÖNIG:
Dieser Impf-Fanatismus der Schulmediziner ist ohne eine Betrachtung der heutigen Art der medizinischen Standard-Lehre schwer begreiflich. Es ist ein schwieriges, aber interessantes Thema. Wir leben im Zeitalter der Wissenschaftsgläubigkeit, alles Denken und Handeln, das sich außerhalb der analytischen Wissenschaft bewegt, hat anscheinend keine Gültigkeit. In der Schulmedizin wird der
medizinische Standard fast jährlich neu definiert. Was gestern gültig war, muss morgen nicht mehr gültig sein. Die Schulmedizin ist geprägt von vielen Glaubenssätzen .

Was machen Sie als Klassischer Homöopath anders?
KROSCHEWSKI-KÖNIG:
Wir haben einen anderen Ansatz. Wir erfassen den Patienten in seiner Ganzheit. Dazu gehören Lebensgeschichte, Persönlichkeit, Erbfaktoren und allgemeines soziales Leben. Und wir heilen nach den
Heil-Gesetzen der Homöopathie, also dem Ähnlichkeitsprinzip (siehe Info-Kasten; Anm. d. Red.).

Bleibt noch die Frage: Was sollen und können die Eltern von Kindern tun? Sie wollen selbstverständlich Sicherheit.

KROSCHEWSKI-KÖNIG:
Wir neigen dazu, Verantwortungen abzugeben. Dieses Sicherheitsdenken ist sehr problematisch, weil trügerisch. Es wird auch ausgenutzt. Krankheiten im Vorgriff grundsätzlich verhindern zu wollen, ist nicht möglich.


Was ist klassische Homöopathie?

· Der Begriff Homöopathie wurde durch den Begründer dieser Medizin, Samuel Hahnemann (1753 bis 1843) geprägt. Er leitet sich vom griechischen homoios (ähnlich) und pathos (Leiden) ab. Grundlage dieses Heilsystems ist das ,,Ähnlichkeitsgesetz". Das besagt, dass nur die Mittel einem Kranken helfen können, die ähnliche Symptome bei einem Gesunden hervorrufen. Dieses Prinzip findet sich bereits in den Schriften des Hippokrates (460 bis 377 v. Chr.) wieder, wurde aber erst durch Hahnemann erforscht, dokumentiert und zur Heilmethode entwickelt. Heilmethode entwickelt.  In der Homöopathie werden Mittel aus Pflanzen wie zum Beispiel Bärlapp, Tollkirsche oder Küchenschelle verwendet, ebenso Produkte aus dem Tierreich wie Bienen- oder Ameisengift. Hinzu kommen noch Metalle und Mineralien. In einem speziellen Verfahren werden diese Mittel stark verdünnt. Bei so genannten Hochpotenzen ist dieser Prozess so lange wiederholt worden, bis die Mittel chemisch nicht mehr nachzuweisen sind. Dennoch: Je höher die Potenz, desto tief greifender und anhaltender ist die Wirkung beim Patienten. Der Grund liegt darin, dass die Heil-Informationen im Medium - Alkohol oder Milchzucker- gespeichert sind. Die homöopathischen Mittel gelten als immateriell und dynamisch. Krankheiten werden in der Homöopathie als dynamische Verstimmung des Organismus angesehen, als Unordnung und Disharmonie der Lebenskraft. Da Lebenskraft etwas immaterielles und dynamisches ist, kann sie nur durch eben so beschaffene Medikamente wieder ins Gleichgewicht gebracht werden.