Liebe Patientin, lieber Patient.

Die klassische Homöopathie ist eine ganzheitliche Behandlungsmethode, wirksam und angezeigt bei allen Erkrankungen auf körperlicher, seelischer und geistiger Ebene, unabhängig vom Alter des Patienten. Sie unterscheidet sich in vielerlei Hinsicht von der gewohnten Schulmedizin, aber auch von den bekannten Naturheilverfahren.

Wir können an dieser Stelle nicht in Einzelheiten auf die Besonderheiten der Homöopathie eingehen (siehe Buchtip), möchten aber einiges Grundsätzliches bemerken und Sie hier insbesondere ansprechen, falls Sie sich noch nicht so vertraut mit der Homöopathie fühlen.

Wer sich in homöopathische Behandlung begibt, kommt in der Regel mit sogenannten chronischen Krankheitsbeschwerden, d.h. mit Problemen, die schon länger bestehen, häufig immer wiederkehren und sich ohne Hilfe nicht auflösen, sei es körperlicher, emotionaler oder geistiger Art. Eine homöopathische Behandlung berücksichtigt immer den gesamten Menschen, mit allen Begleiterscheinungen seiner Krankheit. Wichtig sind ebenso alle wesentlichen Lebensumstände, vor allem diejenigen, die besonders, individuell und auffällig sind.

Auch wenn Ihre Hauptbeschwerde rein körperlicher Art ist, so spielen Ihr Gesamtbefinden, seelische Aspekte und evtl. Schwierigkeiten in den Lebensumständen eine wichtige Rolle für die Arbeit eines klassischen Homöopathen. Gleiches gilt für die Behandlung seelischer Probleme. Auch hier wird die allgemeine und körperliche Situation mit einbezogen. Erst durch die Gesamtheit ergibt sich für den Homöopathen ein vollständiges Krankheitsbild, dem dann sehr gezielt ein homöopathisches Arzneimittel zugeordnet werden kann.

Die klassische Homöopathie arbeitet individuell. Es ist daher wichtig und für uns sehr hilfreich, wenn Sie möglichst in aller Offenheit mitteilen können, wie es Ihnen geht und wo – eventuell außerhalb der eigentlichen Krankheitssymptomatik -  noch Schwierigkeiten liegen. Je bereitwilliger Sie das tun, umso eher kann das passende Mittel gefunden werden. Der Erfolg einer Behandlung liegt somit auch in der Hand des Patienten.

 Wir bitten Sie hierfür um das nötige Vertrauen. Dieses läßt sich zwar nicht erzwingen, aber wir möchten uns nicht nur bemühen, mit unserem fachlichen Wissen zur Verfügung zu stehen, sondern auch unser Bestes dafür tun, daß die so wichtige persönliche Vertrauensbasis entstehen kann.

 Bei der Behandlung des Patienten geht es nicht um „unterdrücken“ und ,,wegmachen“ der Symptome. Diese sind nur Ausdruck der allgemeinen Verstimmung oder Erkrankung des Patienten.

Wir streben eine wirkliche Heilung an, d.h., wir versuchen einen echten Gesundheitszustand (wieder)herzustellen und die Selbstheilungskräfte so zu aktivieren, daß Sie langfristig ohne Medikamente leben können und die Wurzel der Krankheit so weit wie möglich oder sogar ganz beseitigt ist. Ein solch tiefer Heilungsprozeß braucht Zeit. Die Dauer der Behandlung ist dabei individuell sehr unter­schiedlich.

Die allgemeine Erfahrung sagt, daß die Behandlung einer chronischen Krankheit 1-3 Jahre dauert. In Anbetracht der Tatsache, daß viele chronischen Krankheiten ihren Ursprung in frühen Lebensphasen oder sogar in früheren Generationen haben -  beispielsweise durch die Eltern oder Großeltern -  ist dies eine relativ kurze Zeit!

Eine Grundregel ist, je weiter der Entstehungszeitraum der Krankheit zurückliegt, um so länger ist die Behandlungsdauer. Wie tief die Wurzel der Krankheit tatsächlich reicht, das ist für den Patienten selbst nicht leicht, oft gar nicht zu beurteilen und es bedarf hier deswegen einer sorgfältigen anamnestischen Prüfung durch den Homöopathen.

 Im Laufe einer homöopathischen Behandlung können Krankheitszustände auftreten, die entweder akut entstehen, (beispielsweise ein grippaler Infekt. eine Bronchitis, Unfälle etc.) oder die im Zusammenhang mit dem gesamten Heilungsprozeß stehen.

Das heißt, daß im Verlauf einer Gesundung für eine begrenzte Zeit eine vorübergehende Symptomatik entstehen kann, die subjektiv durchaus als unangenehm empfunden wird. Ebenso können alte, längst vergessene Symptome früherer Erkrankungen wieder auftauchen, die nur unterdrückt wurden, aber nie richtig ausgeheilt waren. Solche Erscheinungen sind keine Verschlechterung, sondern Reaktionen im Heilungsablauf und durchaus sinnvoll, manchmal sogar notwendig.

 Auf jeden Fall ist es sinnvoll und ratsam, sich an den Homöopathen zu wenden, wenn akute Krankheiten plötzlich ausbrechen oder unangenehme Reaktionen auf die Behandlung erfolgen. Unmittelbare Reaktionen nach Einnahme eines Mittels können als sogenannte Erstreaktion auftreten und klingen in aller Regel nach drei Tagen wieder ab. Die allermeisten Akuterkrankungen, auch heftige und schwerwiegende, sind homöopathisch lösbar. Im Sinne eines kontinuierlichen Heilungsprozesses ist es hinderlich, sich beispielsweise wegen einer aufgetretenen Bronchitis sofort ein Antibiotikum verschreiben zu lassen oder obengenannte Heilreaktionen mit anderen Medikamenten zu unterdrücken.

 Weiterhin kann es störende Einflüsse auf die Wirkung homöopathischer Mittel geben, die individuell sehr unterschiedlich sind, die unter Umständen  aber auch eine Heilwirkung aufheben können.

Dazu gehören: Kaffee und Cola (wegen des Koffeinanteils und der Aromastoffe, -  koffeinfreier Kaffee in Maßen ist möglich). Alle Stoffe und Substanzen, die starke ätherische Ole enthalten wie Menthol, Eukalyptus oder Kampfer - hierzu gehören z.B. japanisches Heilpflanzenöl, Bronchialsalben, Erkältungsbäder, Inhaliermittel bei Erkältungskrankheiten, starke Hustenbonbons - bestimmte Sport- und Rheumasalben, kampferhaltige Kreislaufmittel, wie beispielsweise Corodin - starke medizinische Kräutertees (Pfefferminze, Kamille etc.) - pfefferminzhaltige Zahncremes, - übermäßiger Alkoholgenuß

— Umweltgifte, - bei zahnärztlichen Behandlungen vor allem die Narkose.  Sehr starke psychische Einflüsse wie z.B. Schock, plötzlich alarmierende schlechte Nachrichten, Angstzustände etc., können ebenfalls die Wirkung homöopathischer Mittel beeinflussen.

Auch hier gilt: Sprechen Sie zur Klärung Ihren Homöopathen an.

Ob und wie bereits bestehende ärztliche Medikationen beizubehalten sind, sollte mit dem Homöopathen individuell besprochen werden (z.B. Psychopharmaka, starke Herzmittel, Cortisonbehandlung...).

Wenn Sie die Grundlagen der Homöopathie besser verstehen wollen, empfehlen wir Ihnen u.a. die Bücher von G. Vithoutkas ,,Medizin der Zukunft“ und ,,Die wissenschaftliche Homöopathie“. Zum Thema „Impfungen“ ist es sehr aufschlußreich das Buch von Dr. Buchwald ,,Impfen — das Geschäft mit der Angst“ zu lesen. Sie können uns auch gerne in der Sprechstunde auf dieses Thema ansprechen.

Unsere Praxisorganisation gründet sich auf Terminabsprache. Die Terminzeiten versuchen wir so gut es geht einzuhalten und bitten um Verständnis, wenn durch eine akute Zwischenbehandlung auch einmal Wartezeiten entstehen.

Sollte es Ihnen einmal nicht möglich sein, einen Termin einzuhalten, so teilen Sie uns dies bitte möglichst bald mit; möglichst aber einen ganzen Arbeitstag vorher, damit Sie anderen Patienten und uns die Chance geben, die reservierte Zeit weiter zu nutzen. Der Anrufbeantworter nimmt keine Nachrichten entgegen.

 Sprechzeiten:

Mo, Di, Do und Fr.                8.30  -12.30 Uhr

Mo, Di, Do                          14.30 - 18.30 Uhr

Dies sind die Kernzeiten, zu denen auch unser Büro besetzt ist. Es wäre wünschenswert, wenn Sie sich bei Anrufen an diese Zeiten halten können. Wenn Sie zu den Sprechzeiten anrufen, ist es wegen laufender Behandlung nicht immer möglich, gleich verbunden zu werden. Eine Ausnahme ist immer ein sehr akuter oder dringender Fall! Ansonsten rufen wir zurück, sobald es geht.

 

In akuten oder dringenden Fällen können Sie sich aber auch außerhalb unserer Sprechzeiten an uns wenden. Dies gilt für jeden Tag, Wochenende und auch zu späten Stunden -  wenn es wirklich nötig ist -  da sich Krankheiten bekanntlich nicht immer an die Sprechzeiten halten.

Unsere privaten Telefonnummern, sowie die Vertretung in Urlaubszeiten erfahren Sie durch den Anrufbeantworter.

 

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